Kollisionen: Strategien des Komischen in Architektur und Theater
Franziska Wilcken, M.A.
Sommersemester 2026
Wahlmodul / Seminar
Aktuelle Forschungen zur Geschichte und Theorie der Architektur
„The more we study Art, the less we care for Nature“ (Oscar Wilde)
Architektur und Komik – ein seltsames Paar. Das Komische thematisiert – manchmal affirmativ, manchmal subversiv – gesellschaftliche und ästhetische Normen und Regeln. Pathos, das Erhabene, das Unvergängliche, Kriterien ‚klassischer‘ Architekturstile, auch der Moderne, kollidieren im Bereich des Komischen mit dem Banalen, Improvisierten, Hässlichen.
Beispiele, in denen architektonische Gestaltung auch die bewusste Verzerrung, Deformation und Banalität beinhaltet – wie in Bauten des Barock oder der Postmoderne von Jencks bis Kohlhaas – werden im Seminar diskutiert und mit gemeinsam gelesenen Texten von Henri Bergson (Über das Lachen), Susan Sontag (Notes on ‚Camp‘) und Venturi/Scott-Brown konfrontiert.
Im Theater existiert seit der antiken Komödie ein Repertoire, in dem Strategien des Komischen auch formal reflektiert und angewendet werden. Eine Auseinandersetzung mit dem theatralen Instrumentarium des Komischen findet im Seminar auch durch einen gemeinsamen Besuch im Staatstheater Wiesbaden statt.
Leistungen beinhalten eine schriftliche Hausarbeit sowie ein Konzeptmodell.



