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Folly, Gloriette & Co.

Entwurf
Tektonik im Holzbau
Jun.-Prof. Max Otto Zitzelsberger
Beginn:
20.04.21, 10.00 Uhr
Ort:
Digital
Die englische Gartenkunst hat einen ungewöhnlich Staffagebau hervorgebracht. Es handelt sich dabei um den sogenannten Folly (wörtlich „Narretei“) und meint einen eigenwilligen Zierbau. Ein Folly unterscheidet sich von anderen nutzlosen Bauwerken durch die ihm zugrunde liegende exzentrische Idee oder durch eine besonders ungewöhnliche, extravagante Ausführung.

Die bizarre Auffälligkeit des Bauwerks ist beabsichtigt, das provokativ Unnütze ist programmatisch. Gerade in unserer modernen Welt, in der alles einer Funktion untergeordnet sein muss, scheint es sinnvoll zu sein sich freizumachen von jeder Notwendigkeit und sich der puren Form hinzugeben. Vielleicht können wir so darüber nachdenken, was man wirklich braucht.


In Zeiten von Klimawandel und fortschreitender Technisierung liefert der Holzbau eine Basis für eine neue Ästhetik, die sich aus vorfabrizierten Elementen speisen kann. Der Einsatz dieser Materialien soll untersucht werden und unser Verständnis von „Schönheit“ erweitern.

Die vorangegangenen Entwürfe und Seminare liefen unter dem Motto „SUPERBANAL / Holzbau 2.0 – billig und geil“ und waren bereits ein erster Teil der Untersuchung zum genannten Themenkomplex. Die konstruktiven sowie gestalterischen Erkenntnisse sind Grundlage des Entwurfs und werden allen Entwurfsteilnehmer*innen vorgestellt.

Der Entwurf „FOLLY, GLORIETTE & CO.“ richtet sich an alle Studierende im Master, egal ob schon ein Seminar bzw. Entwurf am Fachgebiet Tektonik im Holzbau belegt wurde oder nicht.