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Szenenbild „Simplicius Simplicissimus“, Theater Bremen 2017 ©Klaus Grünberg

Der endlich-unendliche Raum des Theaters. Aspekte des Bühnenbildes von der Antike bis zur Gegenwart

Aktuelle Forschungen zur Geschichte und Theorie der Architektur
Geschichte und Theorie der Architektur
Franziska Wilcken M.A.
Beginn:
22.04.21, 10:00 Uhr
Ort:
Digital
„I could be bounded in a nutshell and count myself a king of infinite space.“ – Hamlet (II,2)

Die Frage nach der räumlichen Wirklichkeit einer Theaterbühne bestimmt das Programm des Seminars.

Nahe verwandt der gebauten Architektur, gehören Bühnenbilder zur flüchtigen Sphäre der darstellenden Künste. Scheinarchitekturen, -orte, Gegenstände und Licht geben Schauspieler*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen einen Szenen-Raum, in dem das performative Geschehen stattfinden kann. Die mit der Architekturgeschichte eng verschränkte Geschichte des Bühnenbildes wird in diesem Semester in den Blick genommen und der Umgang mit dem Bühnenraum in Antike, Barock und früher Moderne punktuell untersucht.
Die Architektur des Theaterraumes, die Geschichte der Perspektive und Maschinen-Technologien werden eine Rolle spielen. Im theoretischen Teil liegt ein Schwerpunkt auf der architektonischen Reflexion von Raum und Körper. Moderne Raumkonzepte wie die des Choreographen William Forsythe werden Textlektüren gegenübergestellt.

Im virtuellen Seminarraum wird eine intensive Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Theater stattfinden. Es werden Theaterbesuche online gemeinsam unternommen und mit Überlegungen zur Natur des „Theatralischen“ in architektonischem Sinne verknüpft. Der Bühnen- und Lichtbildner Klaus Grünberg wird über seine Arbeit für „Pelléas et Mélisande“ an der Komischen Oper Berlin sprechen.


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