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Albrechtsburg in Meißen ©Franziska Wilcken

„Barbarisch schön“ (Vorwärts ins Mittelalter II). Aneignungen und Idealisierungen mittelalterlicher Architektur

Aktuelle Forschungen zur Geschichte und Theorie der Architektur
Geschichte und Theorie der Architektur
Dr. Ulf Schulte-Umberg;
Franziska Wilcken M.A.
Beginn:
04.11.21, 10:00-13:00
Ort:
Digital; Raum wird noch bekannt gegeben
Seit der französischen Revolution polarisierte die ästhetische Auseinandersetzung mit dem Mittelalter Schriftsteller, Architekten und Künstler. Abwechselnd galt das architektonische Formenrepertoire des Mittelalters als fortschrittsfeindlich oder erschien als unübertreffbares Ideal einer fiktiven Vergangenheit. Abstrakte ästhetische Kriterien für Architektur, insbesondere Kunst- und Baustile, sind bis heute ohne die Romanik oder Gotik undenkbar. Ziel ist es, diese Kriterien genauer in den Blick zu nehmen, in einer Art doppeltem Verfahren. Zur Differenzierung der unterschiedlichen Rezeptionen mittelalterlicher Architektur im überwiegend europäischen Kontext soll ein Blick auf Beispiele vom 19. Jahrhundert bis heute geworfen werden. Unterschiedliche Protagonisten wie Richard Wagner oder Kenzo Tange werden eine Rolle spielen.
Zugleich soll auch eine unvoreingenommene Betrachtung mittelalterlicher Kunst und Architektur versucht werden. Wenn die Umstände es erlauben, werden in einer Exkursion nach Worms der mittelalterliche Dom wie auch die architektonische Nibelungenrezeption der Stadt betrachten werden.