bachelor
eigene Collage

Architektur und Design im 20. Jahrhundert

Angewandte Kunst- und Architekturgeschichte
Geschichte und Theorie der Architektur
PD Dr. Sabine Brinitzer
Beginn:
25.04.2022, 16:00 - 17:30
Ort:
Digital und Gebäude 1, Raum - U62
Schon in der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit beherrschte ein Architekt nicht nur das Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken, sondern war oftmals zuvor als Kunsthandwerker – Bildhauer, Maler oder Graveur - ausgebildet. Somit ist es nicht neu, dass Architektinnen und Architekten in unterschiedlichen künstlerischen Gattungen tätig sind. Denn das ästhetische Urteilsvermögen, das technische Konstruieren und das Raumschaffen, das sie erlernt haben, befähigt sie dazu, auch kleinere zwei- oder dreidimensionale Objekte zu kreieren. Seit der Trennung von handwerklicher Arbeit und theoretischer Planung in der Renaissance bildet das Entwerfen von Bauwerken jedoch ihre hauptsächliche Tätigkeit. Eine Wende stellte sich mit dem Maschinenzeitalter, beginnend im 18. Jahrhunderts ein, das eine Neuerung in der Materialwahl un
Diese im 19. Jahrhundert fortschreitende Entwicklung führte am Beginn des 20. Jahrhunderts dazu, dass einerseits die exportfördernden, typisierten Industrieprodukte und andererseits der handwerklich auszuführende, individuelle Entwurf zur Debatte standen. Mit dem Ziel, eine neue, der Epoche entsprechende Formensprache zu entwickeln, existieren seitdem beide Herstellungsmethoden nebeneinander, führten aber dazu, dass besonders in der Objektgestaltung der Entwurf bzw. das „Design“, sei es für die Industrie oder das individuelle Werk, ein besonderes Gewicht erhielt. Nicht zuletzt war es die Forderung nach dem Gesamtkunstwerk am Beginn des 20. Jahrhunderts, die Architektinnen und Architekten nicht nur das Bauwerk, sondern auch die Möbel und Alltagsgegenstände dazu entwerfen ließen – eine Tendenz, die in den 1980er Jahren einen