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Villa G Bleichröder (1824), Berlin nach Umbau durch Martin Gropius 1864/1866 Fotograf: unbekannt (gemeinfrei)

Die Villa – ein Bautypus von der Antike bis zur Moderne

Angewandte Kunst- und Architekturgeschichte
Geschichte und Theorie der Architektur
PD Dr. habil. Sabine Brinitzer
Beginn:
19.4.2021, 14:30–16:00 Uhr
Ort:
digital
Die „Villa“ als ein repräsentativ gestaltetes und von der Natur umgebenes Einfamilienhaus am Rande der Stadt stellt bis heute eine beliebte Wohnformen dar. Durch ihre freistehende Lage ermöglicht sie dem Bauherrn die Verwirklichung seiner individuellen Lebensvorstellungen, die Darstellung seines sozialen Status und seiner finanziellen Mittel, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und bietet andererseits dem Architekten einen weitgesteckten Rahmen zum Entwurf einer dafür zu entwickelnden Bauform. Die Villa verkörpert stets bestimmte Idealvorstellungen ihrer Zeit und trägt dadurch zur Charakterisierung einer Epoche bei.
Unter dem Begriff „villa suburbana“ wurde die vorstädtische Villa erstmals von den Römern als ein Bautypus definiert, der sich bis in die heutige Zeit erhalten hat.
Im Rahmen des Seminars soll an ausgewählten Villen aus der Architekturgeschichte von der Antike bis in die Moderne deren chronologische Entwicklung, Komposition, Konstruktion, Ausstattung und stilistische Gestaltung untersucht und damit ihre charakteristische Ausprägung innerhalb einzelner Epochen aufgezeigt werden. Zusätzlich richten sich die Betrachtungen auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die zum Bau vorstädtischer Villen geführt haben.
Durch die Vorlesungen einerseits und durch die intensiven Einzeluntersuchungen der Studierenden über die Architektur der Villa andererseits soll ein chronologischer Überblick über die Entwicklung der Villenarchitektur vermittelt und erarbeitet werden.
Die Anmeldung erfolgt über das KIS.