Die Blaue Moschee von Täbris im 19. Jahrhundert – als Zeugnis von Zerstörung, Transformation und baulicher Resilienz nach Erdbebenereignissen. Lithografie nach Zeichnung von E. Flandin, in: Eugène Flandin / Pascal Coste: Voyage en Perse, Paris: Baudry, 1843–1854, Tafel (Ruined Mosque, Tabriz). Digitalisat, gemeinfrei.
Krisen und urbane Resilienz in der islamischen Welt
Die Lehrveranstaltung untersucht das Thema anhand von Städten & Baukomplexen der islamischen Welt & analysiert, wie Naturkatastrophen, politische Konflikte & wirtschaftliche Veränderungen urbane Strukturen und Bauensembles prägen.
Im Fokus stehen ausgewählte Fallstudien aus Zentralasien, dem Nahen Osten und Nordafrika. Behandelt werden u. a. die Folgen historischer Erdbeben – etwa in Aleppo (1138) oder Tabriz (1780) – sowie Zerstörung und Wiederaufbau, beispielsweise in Bam nach 2003. Ergänzend werden politische & gesellschaftliche Umbrüche betrachtet, die Stadtstrukturen nachhaltig veränderten, etwa der Wandel Isfahans nach dem Ende der Safawiden im 18. Jhd., Transformationen während des Iran-Irak-Krieges (1980–88) oder Eingriffe in historische Stadtzentren Zentralasiens im 20. Jhd. Auch
Im Fokus stehen ausgewählte Fallstudien aus Zentralasien, dem Nahen Osten und Nordafrika. Behandelt werden u. a. die Folgen historischer Erdbeben – etwa in Aleppo (1138) oder Tabriz (1780) – sowie Zerstörung und Wiederaufbau, beispielsweise in Bam nach 2003. Ergänzend werden politische & gesellschaftliche Umbrüche betrachtet, die Stadtstrukturen nachhaltig veränderten, etwa der Wandel Isfahans nach dem Ende der Safawiden im 18. Jhd., Transformationen während des Iran-Irak-Krieges (1980–88) oder Eingriffe in historische Stadtzentren Zentralasiens im 20. Jhd. Auch
strukturelle Krisenprozesse werden einbezogen, u. a. Epidemien im Osmanischen Reich, Veränderungen der Basarökonomie, der Niedergang von Seidenstraßenrouten sowie koloniale Planungsimpulse in Kairo, Algier & Tunis. Daneben stehen Anpassungsstrategien an Umweltbedingungen, etwa Qanate, Windtürme & Innenhofhäuser in Städten wie Marrakesch & Kairo. Ebenso werden Oasen- & Handelsstädte wie Samarkand & Buchara betrachtet, deren Struktur eng mit Wasserinfrastruktur & Fernhandel verknüpft ist. Der Kurs verbindet architektur-, stadtbau- & kulturhistorische Perspektiven & analysiert, wie Krisen die gebaute Umwelt & Wiederaufbauprozesse durch verschiedene Akteure prägen. Zugleich werden historische Anpassungsstrategien hinsichtlich heutiger Herausforderungen wie Klimawandel & Verdichtung reflektiert.